"Wie ein riesen Geburtstagsgeschenk" kommt es Aufsichtsratsvorsitzendem Siegfried Klika vor. Seit 21. Dezember ist es fix: Der alte Bahnhof und dazu fast 6600 Quadratmeter Fläche drumherum gehen in den Besitz der Stadt, beziehungsweise der Stadtbau GmbH.
So lange Siegfried Klika Bürgermeister Waldkraiburgs ist, stört ihn das traurige Bild des Stadteingangs rund um den alten Bahnhof.
Den Eigentümern, der DB AG und der Aurelis Asset GmbH war die Optik ziemlich egal. Sie hatten schon lange keine Verwendung mehr für das alte Bahngelände. Andererseits wollten sie es ursprünglich aber auch nur zu Bedingungen verkaufen, die für die Stadt und ihre GmbH nicht akzeptabel waren. Erst nachdem ein privater Investor auch "die Segel gestrichen" hatte, lenkte die Aurelis ein und machte Mitte des Jahres ein annehmbares Angebot. Der Stadtrat und der Aufsichtsrat der Stadtbau GmbH stimmten dem Erwerb durch die Stadtbau und der Finanzierung durch die Stadt zu.
Kurz vor Heiligabend fand nun in einem Notariat in München im Beisein von Bürgermeister Klika die Beurkundung des Kaufvertrages zwischen der Aurelis und der Stadtbau Waldkraiburg, vertreten durch deren Geschäftsführer Hermann Karosser statt. Der Kaufpreis beträgt auf den Cent genau 187216,50 Euro. Das alte Empfangsgebäude wurde sozusagen nur mitverkauft, denn der Kaufpreis bezieht sich auf das Gesamtgrundstück mit 6569 Quadratmetern.
In einigen Wochen - wenn die Auflassung erfolgt und der Kaufpreis bezahlt ist, gehen Besitz, Nutzung und Lasten auf die Stadtbau GmbH über. Dann werden erste Säuberungs-<WBR> und Pflegemaßnahmen auf dem Grundstück möglich sein. "Das ist für mich wie ein riesen Geburtstagsgeschenk. Endlich können wir die hässlichen Nebengebäude an der Kraiburger Straße beseitigen und einen bisherigen Schandfleck zum einladenden Stadteingang mit dem alten Bahnhof machen", so der Bürgermeister erleichtert.
Stadtbauchef Hermann Karosser ist zuversichtlich, dass - wenn alle Interessierten gut zusammenarbeiten - bald auch eine Modernisierung des alten Empfangsgebäudes möglich ist und eine attraktive Nutzung gefunden wird.





